NBA Wetten: Lakers auf dem Weg zum Triumph
US Sport
/ Bodo Braunmühl / 08 Juni 2009 / Kommentar schreiben
Am 6. Juni hat die NBA-Finalserie begonnen und damit das Duell der Superstars Kobe Bryant und Dwight Howard. Der Shooting Forward der L.A. Lakers ist bereits dreimaliger NBA-Champion und war bei sechs Endspielserien dabei. Der sieben Jahre jüngere Center der Magic hat noch keinen Titel gewonnen. Aber nachdem Orlando im Conference-Finale Cleveland beeindruckend eliminierte, ist von einem offenen Kampf um den NBA-Titel auszugehen.
Gehen die Magic zu Recht als Underdog in die Finalserie gegen die Lakers? Nun, Orlando wird angeführt von Dwight Howard, dem „Defensive Player of the Year". Er spielt auf dem höchsten Niveau seiner Karriere. Er führt die Mannschaft und ohne ihn wäre der Erfolg dieser Saison nicht denkbar. Schon in der Regular Season war die Bilanz der Magic gegen die Big 3 (Celtics, Cavs und Lakers) mit 6:3 Siegen beeindruckend. In den Playoffs schaltete Orlando zunächst Titelverteidiger Celtics aus und bezwang dann das bis dato beste Team der Liga, die Cavaliers.
Um den Larry O'Brien-Pokal in den Händen zu halten, müssen die Magic nun auch noch die Lakers schlagen, was ihnen in der Saison schon zweimal geglückt ist. Wenn Orlando dies gelingt, wären sie das erste Team in der Geschichte der NBA, das in den Playoffs drei Teams bezwingt, die in der Saison auf mindestens 60 Siege gekommen sind. Orlando hatte also einen deutlichen schwierigeren Weg ins Finale als die Lakers, die es "nur" mit Utah, Houston und Denver zu tun hatten.
Lakers vs Magic ist ein aufregendes Duell, weil hier das Team mit dem besten spielerischen Potential der NBA (Lakers) auf die athletischste und hungrigste Truppe der NBA (Magic) trifft.
5 wichtige Positionen im Vergleich
Shooting Guard:
Kobe Bryant - Courtney Lee
Kobe ist es gewohnt, dass der beste Defender der gegnerischen Mannschaft gegen ihn spielt. Trotzdem ist er kaum zu stoppen, wie durchschnittlich 29,3 Punkte und 5,3 Rebounds in den Playoffs beweisen. Für ihn spricht auch die Erfahrung aus sechs NBA-Finals, von denen Orlandos Rookie Lee nur träumen kann. Klarer Vorteil für die Lakers.
Small Forward:
Trevor Ariza - Hidayet Turkoglu
Trevor Ariza hat sich im Laufe der Playoffs einen festen Platz im Lakers-Team erspielt. Seine Stärke ist die Abwehrarbeit, aber mit durchschnittlich 11,4 Punkten und seiner Treffsicherheit an der Dreierlinie ist auch sein offensiver Beitrag nicht zu unterschätzen.
Hidayet Turkoglu kann an einem guten Tag viele Punkte machen, an einem schlechten Tag hat er auch das Zeug zum offensiven Totalausfall. Viel wichtiger für Orlando ist seine überragende Spielübersicht. Turkoglu bringt seine Mitspieler glänzend in Position und kreiert durch sein variables Spiel immer wieder Überraschungsmomente. Er ist das Herz der Magic. Knapper Vorteil für Orlando.
Power Forward:
Pau Gasol - Rashard Lewis
Wenn Kobe Bryant der Motor der Lakers-Offensive ist, dann ist Pau Gasol das Benzin, das den Motor zum Laufen bringt. Er spielt perfekte Pässe und ist enorm treffsicher aus den Mid Range-Positionen. Knapp 40 Minuten stand Gasol in den bisherigen Playoff-Spielen durchschnittlich auf dem Court - ein Indiz dafür, wie wichtig der Spanier für sein Team ist. Mit 18,2 Punkten und 11,3 Rebounds weist Gasol hinter Bryant die zweitbesten statistischen Werte bei den Lakers auf. Bei Bedarf hilft der 2,13m-Mann auch als Center aus. Wenn er seine bisherigen Leistungen in der Finalserie bestätigt, kann Gasol zum entscheidenden Unterschied werden.
Während Gasol lieber in der Nähe des Bretts agiert, bevorzugt Rashard Lewis die moderne Variante der Power Forwards und wirft auch gerne aus der Distanz. Wie treffsicher Lewis von der Dreierlinie ist, bewies er gegen die Cleveland, als 15 seiner 31 Versuche erfolgreich waren. Knapper Vorteil für die Lakers.
Center:
Andrew Bynum - Dwight Howard
Mit 32:4 ging das Rebound-Duell in der Regular Season klar zugunsten von Dwight Howard aus, was seine Dominanz am Brett eindrucksvoll belegt. Howard ist durch seine Athletik und Explosivität der beste Rebounder und Shotblocker der NBA und gewinnt den Vergleich mit Youngster Bynum (22 Jahre) um Längen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Bynum nach seiner Verletzungspause noch nicht in Bestform befindet und in den diesjährigen Playoffs nur 16,9 Minuten pro Spiel im Einsatz war. So wird es Howard vermutlich auch mit Pau Gasol als direkten Gegenspieler zu tun bekommen, um den Magic-Center zu Fouls zu provozieren. Eine bekannte Schwäche von Howard. Und wenn Howard erst einmal so aus dem Spiel wäre, dann sind die Magic eine leichte Beute für die Lakers. Insgesamt: Klarer Vorteil für Orlando.
Sixth Man:
Lamar Odom - Mickael Pietrus
Lamar Odom ist ein begnadeter Spieler, aber sehr schwankend in seinen Leistungen. So bleibt ihm bei den Lakers nur die Rolle als Edeljoker.
Pietrus ist es schon gegen Cleveland recht gut gelungen, LeBron James einzuengen und seinen Spielfluss zu verlangsamen. Nun bekommt es Pietrus mit Kobe Bryant zu tun. Schafft es der Franzose, Bryants Kreise einzuengen, wäre dies die Grundlage, um den Top-Favoriten in Bedrängnis zu bringen. Lamar hat das größere Potential, Pietrus die höhere Effektivität: ausgeglichen.
Die Statistik
0 - Die Magic haben nach 1995 ihr zweites Finale erreicht. Damals verloren sie 0:4 gegen die Houston Rockets. Noch nie sind die Magic also nach einem Finalspiel als Sieger vom Platz gegangen.
81 - Dies ist die Anzahl der gewonnen Finalspiele der Lakers. Die Kalifornier kommen bislang auf 14 Titelgewinne.
Die Trainer
Mit neun gewonnenen Meisterschaften ist Lakers-Coach Phil Jackson der erfolgreichste Trainer aller Zeiten. Trotz seiner Erfahrung gingen die beiden letzten Final-Serien (2004, 2008) verloren.
Seit 2007/08 ist Van Gundy Trainer der Orlando Magic. 2005/06 war er Coach der Miami Heat, die in dieser Saison Meister wurden - leider ohne ihn, denn er wurde Mitte der Saison aus dem Amt gedrängt.
Die Prognose
Die Lakers werden ihren Heimvorteil ausnutzen und die Serie 4:3 gewinnen. Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen - aber die Lakers haben Kobe Bryant.
LAKERS- ORLANDO 4:1
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