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Tennis: Gilles Simon liebt das Saisonende

Tennis RSS / Klaus Schepers / 14 Oktober 2009 / Kommentar schreiben

Acht mal 3. Runde heißt es am heutigen Donnerstag beim Masters Event in Shanghai. Viele Favoriten sind bereits gestrauchelt. Ab 12.30 Uhr will Gilles Simon die Bilanz der Favoriten in seinem Match gegen Tomas Berdych heute aber aufbessern.

Spätestens seit letztem Jahr hat Gilles Simon eine Lieblingsphase in der Saison: Es sind die letzten beiden Monate. Unvergessen seine Siege gegen Nadal und Federer, unvergessen sein Finaleinzug beim Masters in Paris, wo er drei Spiele hintereinander im Tie-Break gewinnen und viele Matchbälle abwehren konnte. Unvergessen dabei auch sein Stil des Counter-Punching, bei dem er einfach den Gegner spielen ließ und jeden Ball zurückspielte.

In diesem Jahr ist er zwar längst nicht in der Form der verganenen Saison, das hat aber niemand erwartet. Trotzdem hat er mit dem Turniererfolg in Bangkok zeigen können, dass mit ihm immer noch zu rechnen ist auf den schnellen Hardcourt-Belägen. Dabei bezwang er zwar keine absoluten Topspieler, aber das ist sein heutiger Gegner im Moment auch nicht.

Tomas Berdych gehört vom Potential her zwar langfristig unter die ersten zehn bis zwölf Spieler der Welt, schon seit langer Zeit versagt er aber in den entscheidenden Momenten von entscheidenden Spielen. Bestes Beispiel ist seine 2:0-Satzführung bei den Australian Open gegen Roger Federer, die er nicht ins Ziel bringen konnte.

Und auch seine aktuelle Form ist nicht besser als Ranglistenposition 20. In der zweiten Runde besiegte er in einem völlig verrückten Spiel Marat Safin, nachdem der bereits zum Match servierte. Danach ließ sich der Tscheche behandeln, spielte anschließend aber nicht so, als wenn er verletzt wäre. Marat Safin verweigerte seinem Gegner sogar den Handshake nach Ende der Partie.

Insgesamt war die Leistung von Berdych trotz des Sieges am Ende deutlich zu schwach, um einen konstant spielenden Gilles Simon besiegen zu können. Auch die Tatsache, dass der Tscheche ein Doppelbreak-Führung fast doch noch verspielt hätte, spricht nicht gerade für ihn. Simon dagegen spielte souverän, und das wird er auch heute wieder tun.

Fazit:

Gilles Simon ist hier deutlich überquotiert. Wer die Leistung von Berdych gegen Safin gesehen hat, der würde hier niemals dieses Quotenniveau anbieten. Auch wenn der Tscheche den besseren Aufschlag hat, in den Rallyes wird er gegen den Franzosen nur einen Bruchteil der Punkte machen.

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