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Die All England Championships in London - "Erdbeeren mit Sahne, bitte"

Tennis RSS / Klaus Schepers / 23 Juni 2008 / Kommentar schreiben

„It's the tradition, stupid" - Die Traditionalisten gegen die Visionäre
Seit einigen Jahren ist der Tennissport in zwei Lager eingeteilt. Diejenigen, die am liebsten alles so beibehalten würden, wie es ist. Und diejenigen, die Tennis interessanter machen wollen, für Sponsoren und vor allem für die Fernsehstationen. Wimbledon steht wie kein zweites Turnier für diese Gratwanderung zwischen Alt und Neu. Lange wurde diskutiert über ein Dach auf dem Centre Court - 2009 wird es kommen. Doch viele Dinge sind in Wimbledon noch traditioneller als bei den anderen Grand Slam-Turnieren. So dürfen die Spieler nur in weiß auflaufen: Mindestens 90 Prozent der Kleidung müssen in dieser Farbe sein, sonst kann es auch schon mal Stress mit den Turnierverantwortlichen geben. Auch wird am ersten Sonntag traditionell gespielt - obwohl man damit viel Geld einnehmen könnte. Doch genau dieser Kommerzialisierung erwehrt man sich (noch) in London.

Eine lange Historie - Tradition pur
Bereits seit 1878 werden die All England Championships ausgetragen. Viele Jahre durften lediglich Engländer am Turnier teilnehmen, bevor im Jahr 1910 auch erstmalig Ausländer zugelassen wurden. Rekordsieger der neueren Geschichte ist der Amerikaner Pete Sampras, der sich insgesamt sieben Titel in London sichern konnte. Björn Borg konnte den Titel insgesamt fünf Mal in Folge erringen: Rekord (zusammen mit Roger Federer). Bei den Damen konnte Martina Navritalova sogar neun Mal siegen. Die Deutsche Steffi Graf sicherte sich insgesamt sieben Titel.

Das Turnier 2008
In diesem Jahr kann ein Spieler Geschichte schreiben: Roger Federer. Der Schweizer hat die Möglichkeit, seinen sechsten Wimbledon-Titel in Serie zu erlangen. Das gelang vor ihm in der neueren Geschichte keinem Spieler. Federer, der seit 59 Spielen ungeschlagen ist, steht dabei aber harter Konkurrenz gegenüber. Selten haben drei Spieler das Geschehen so dominiert wie er, der spanische Sandplatzspezialist und Novak Djokovic, der Newcomer aus Serbien. Diese drei sind auch bei den Buchmachern von Betfair die absoluten Favoriten. Nach ihnen kommt lange nichts. Auf den Plätzen folgen dann Andy Roddick und Ivo Karlovic, die beiden Aufschlagmaschinen aus den USA bzw. Kroatien.
Bei den Damen gibt es vier Spielerinnen, die den Sieg unter sich ausmachen können, wenn sie ihre besten Leistungen abrufen: Die Williams-Schwestern, die hier beide schon gewinnen konnten. Maria Sharapova, die größte Kämpferin auf der Tour, die das Turnier ebenfalls schon für sich entscheiden konnte (2006). Und Ana Ivanovic, der der Titel in Wimbledon noch fehlt. Oder schafft es womöglich einer der Spielerinnen aus dem erweiterten Favoritenkreis, wie Kuznetsova oder Jelena Jankovic? Bei Betfair kann man zu jedem Zeitpunkt einsteigen - und noch besser - einfach aussteigen, wenn der Spieler oder die Spielerin schwächelt.

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