Sports
Der Rogers Cup in Toronto - Schauplatz im Kampf um die Krone
21 Juli 2008 | |
Das Duell der Giganten geht beim Masters Series Event in eine neue Runde
Toronto oder Montreal? Das ist eine Frage, die man sich vor dem sechsten Masters Event des Jahres durchaus stellen sollte. Die ausrichtende Stadt wechselt nämlich jedes Jahr zwischen den beiden kanadischen Metropolen. Als Ausgleich erhält die jeweils andere Stadt eine Woche später die Ehre, das Damenturnier ausrichten zu dürfen. So kommen beide Städte jedes Jahr auf ihre Kosten. Das Turnier zählt, ob es nun in Montreal oder Toronto ausgetragen wird, zu den traditionsreichsten der Welt. Lediglich die beiden Grand-Slam-Turniere in London und New York bieten ihren Bewohnern den Sport mit der gelben Filzkugel bereits seit noch längerer Zeit an. Das erste Turnier fand bereits im Jahr 1881 statt - damals noch unter dem Namen „Canadian Open". Seit 1990 bereits gehört es zu den bedeutenden Masters Series Events (ehemals Super 9) und ist für die Spieler ein wichtiges Vorbereitungsturnier auf die US Open.
Die Fortzsetzung des Dreikampfs auf den Hardcourts
Toronto wird in diesem Jahr auch Zeuge eines ganz besonderen Duells. Roger Federer kämpft um die Vormachtstellung im Tennissport. Mit Rafael Nadal hat sich ein junger Spanier aufgemacht, um die Spitzenposition in der Weltrangliste zu übernehmen. Im Champions Race, das nur die Resultate seit Saisonbeginn zählt, führt der Spanier bereits deutlich. Im wichtigeren Entry System, das auch für die Erstellung der Setzlisten verwendet wird, hat der Spanier allerdings noch einen kleinen Rückstand. Wird er den Schweizer nach den Siegen auf Sand und Rasen nun auch auf dem Hartplatz besiegen können? Oder kann sich womöglich auch der Serbe Novak Djokovic, der Sieger des Australian Open, in den Kampf um die Krone einschalten? Alle diese Fragen werden in dieser Woche in Toronto zumindest in ersten Tendenzen beantwortet werden.
Wird der Rogers Cup zu Roger's Cup?
Der Hartplatz ist die letzte Bastion des Schweizers, die er noch nicht komplett verloren hat. Zwar unterlag er im Halbfinale bei den Australian Open Novak Djokovic, doch ist er als amtierender US Open-Sieger immer noch klarer Favorit bei den Buchmachern, was einen Sieg beim Rogers Cup angeht. Immerhin kann man seinen Einsatz aber mehr als verdoppeln, wenn man auf den Turniersieg des Schweizers setzt. Wer an einen Sieg von Nadal glaubt, kann aus 10 Euro sogar 40 Euro machen. Für Novak Djokovic gibt es gar das Sechsfache des Einsatzes. Falls der Schweizer sich zum dritten Mal den Sieg in Kanada sichert, kann sich auch der Sponsor freuen: Dann wird der Rogers Cup erneut zu Roger's Cup.
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