Sports
Der Mercedes Cup in Stuttgart - ein Auto für den Sieger
7 Juli 2008 | |
Der Mercedes Cup im Turnierkalender - ein schwieriges Unterfangen im Olympiajahr
Es ist Olympiajahr. Das erfahren die Turnierverantwortlichen der kleineren Events in den nächsten Wochen am eigenen Leib. Auch am größten Turnier dieser Woche in Stuttgart geht das nicht spurlos vorüber. In einer Pressemitteilung beklagt sich einer der Turnierverantwortlichen offen über den Tenniskalender in dieser Saison: „Es kann nicht sein, dass in der Woche nach Wimbledon vier Turniere stattfinden, auch nicht im Olympiajahr". Vergleicht man das Starterfeld auf dem Stuttgarter Killesberg mit dem aus dem letzten Jahr, versteht man die Klagen. Damals spielten sieben Spieler aus den TOP 20 um den Titel. In diesem Jahr sind es lediglich drei. Der an Position vier gesetzte Philip Kohlschreiber steht aktuell zwischen Position 30 und 40. Mit Janko Tipsarevic, Juan Monaco und Juan Carlos Ferrero mussten drei der Topspieler wegen Verletzungen kurzfristig absagen. Normalerweise kann man mit einer Wild Card dann noch den einen oder anderen Spieler locken. Aber nicht, wenn zeitgleich vier Turniere stattfinden.
Eine lange Historie mit bekannten Siegern
Seit 1978 bereits gibt es das Turnier. Schon in jungen Jahren konnte man große Namen nach Stuttgart locken - die dann auch noch gewannen: Björn Borg, Henri Leconte und Ivan Lendl. 1991 gab es dann auch wieder Grund für die Zuschauer, sich doppelt zu freuen: Michael Stich konnte auf dem Sandbelag gewinnen. Nach dem Sieg des Deutschen wurde das Turnier immer mehr ein Anziehungspunkt für Sandplatzspezialisten. Thomas Muster, Alex Corretja und Gustavo Kurten hießen die Sieger in den 90er Jahren. Rafael Nadal könnte mit einem Sieg in diesem Jahr der erste Spieler sein, der das Turnier zum dritten Mal gewinnt. Und neben dem Preisgeld wieder ein teures Auto mit nach Hause nehmen.
Das Finale 2006 - Eines der verrücktesten Spiele des Jahres
1,01. Das ist die niedrigste Quote, mit der man auf einen Favoriten wetten kann. Danach bleibt nur noch der Weg, den Gegner über die Quote 100 hinaus bis zur 1000 zu layen. Nur in einem von Hundert Fällen verliert diese Quote am Ende noch - statistisch gesehen. Beim Finale im Jahr 2006 ist diese 1,01 gescheitert. Der Argentinier Jose Acasuso führte mit 2:1 in Sätzen und 5:1 im vierten Satz - um diesen noch im Tie-Break abzugeben und dann auch im fünften Satz zu verlieren. Hunderttausende Euro wechselten damals die Besitzer. Ob es in diesem Jahr ähnlich dramatisch zugeht? Acasuso ist jedenfalls wieder am Start. Er muss sich allerdings einen neuen Gegner suchen, dem er ein ähnliches Geschenk machen will. Ferrer spielt dieses Jahr bei einem der drei anderen Turniere, im schwedischen Bastad. Normalerweise wird in Bastad eine Woche früher gespielt. So musste der Spanier sich zwischen den beiden Turnieren entscheiden. Wieder ein Topspieler weniger. So ist das, im Olympiajahr.
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