Sports
Analyse Rainer Schüttler - Fabrice Santoro
10 Juni 2008 | |
oder: Eine ganze Halle in Halle gegen einen cleveren Franzosen
1. Der Belag
Da die Rasensaison jedes Jahr nur über 4 Wochen geht, muss man sich hier teilweise die Bilanzen der kompletten Karriere anschauen, um eine Ahnung zu bekommen, wie stark bestimmte Spieler auf dem grünen Belag sind. Beide Spieler haben in ihrer Karriere jeweils mehr Spiele gewonnen als verloren.
Fabrice Santoro hat letztes Jahr sogar ein Rasenturnier gewinnen können. Allerdings war das eher ein Turnier mit Challenger-Charakter, wenn nicht schwächer (in Newport). Trotzdem: Er hat dort Gegner geschlagen, die schnell aufschlagen, obwohl er das selbst nicht kann. Sein Spiel ist trotzdem rasenaffin, weil er einer der cleversten Spieler auf der Tour ist. Stops, Lobs, Slice, Volleys, er hat die Schläge alle drauf. Seine Rasenbilanz zeigt das: 29:19.
Rainer Schüttler hat im Jahr 2007 überhaupt nicht auf Rasen gespielt, weil sein Ranking für die ATP-Turniere schlicht zu schlecht war. Dass er letztes Jahr keine Wildcard für Halle erhalten hat, wundert mich ein wenig, vielleicht wollten die Turnierveranstalter lieber junge Talente fördern. Jedenfalls hat der Deutsche dann ein Turnier in Kasachstan gespielt
Insgesamt hat aber auch er eine positive Rasenbilanz von 22:19.
2. Die Spieler
Hier spielen zwei Spieler, die sich beide nicht in der besten Form befinden. Santoro in den letzten Wochen sehr schwach, was aber auch daran lag, dass Sand sein schwächster Belag ist. Trotzdem, gegen Ferrer mit 0:6, 1:6, 0:6 untergegangen bei den French Open. Das war wirklich grausam und für's Selbstbewusstsein nicht wirklich gut. Kann er sich auf seine alten Tugenden besinnen und wieder besseres Tennis auf den Rasen in Halle zaubern?
Auch Schüttler krebst eher auf der Tour rum. Immerhin konnte er seinen Platz in den Top 100 festigen. Wirklich tolle Ergebnisse waren in diesem Jahr noch nicht dabei. Er muss viel auf der Challenger-Tour spielen, weil der Weltranglistenplatz 89 häufig nicht mehr für einen Startplatz bei den ATP-Turnieren reicht. Genau das ist aber ein Grund für mich, hier auf den Deutschen zu gehen. Schüttler wird definitiv motivierter sein, als bei den anderen Gurkenturnieren. Erstens ist's ein ATP-Turnier, und, viel wichtiger: vor heimischen Publikum.
3. Das Turnier
Schüttler mit einer ausgeglichenen Bilanz von 8:8 in Halle. Bestes Ergebnise war das Halbfinale im Jahr 2004.
Santoro mit einer Bilanz von 9:6. 2001 stand er hier schon im Finale
4. Head-to-head
3:3
Schüttler konnte das einzige Duell auf Rasen souverän in drei Sätzen für sich entscheiden. Das war allerdings 2003 in Wimbledon. Alle 6 Duelle der beiden liege schon 5 Jahre zurück.
5. Fazit
Santoro zweifelsohne der bessere auf Rasen. Doch kann der Franzose die letzten Spiele vergessen, bei denen er schwaches Tennis gespielt hat? Wird Schüttler womöglich die Massen auf den Rängen mobilisieren können und sich richtig hochpuschen? Mit einer Online-Wette bei Betfair kann man sich dieses sowieso schon spannende Spiel noch spannender machen. Wer sich nicht sicher ist, schaut sich erst ein paar Aufschlagsspiele an und wettet dann. Oder tradet und setzt zum Beispiel immer auf den Aufschläger, weil der auf Rasen einen noch größeren Vorteil hat, als auf den anderen Belägen. Eins ist aber sicher: Keine Sportart bietet so große Gewinnchancen wie Tennis!
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