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Sizing Europe heißer Favorit im Champion Hurdle
10 März 2008 | |
Der Dienstag in Cheltenham: Wissenswertes von unserem Pferderennen-Kolumnisten Marco Hoffmann
Das erste Rennen des diesjährigen Cheltenham-Festivals wird um 15 Uhr gestartet. Das „Anglo Irish Bank Supreme Novices' Hurdle" ist gleichzeitig das erste Gruppe-I-Rennen des Tages. 23 Pferde treten in diesem Hürdenrennen an, dessen Starter vor Beginn der Saison über die leichten Sprünge ohne Sieg waren.
Mittlerweile gab es natürlich Erfolge. Noch nicht gewonnen hat der einzige Ex-Deutsche im Feld: Quartano. Bei drei Starts über Hürden wurde er einmal angehalten und war dann Zweiter und Dritter. Auch wenn er ein Hoffnungsträger seines jungen Trainers ist, mehr als ein großer Außenseiter kann er nicht sein.
Dafür sind viele seiner Gegner einfach viel zu stark. Einen heißen Favoriten gibt es im Feld zwar nicht, die Anzahl der Pferde, die man sich als Sieger vorstellen kann, ist jedoch groß. Zu nennen sind auf jeden Fall Khyber Kim, der nur einmal besiegte Deep Purple, Sentry Duty oder Snap Tie. Vielleicht können ja Muirhead, Binocular oder der erst einmal geprüfte Rippling Ring (ursprünglich aus Südafrika) unbesiegt bleiben.
Und natürlich sind auch starke Iren am Start, mit Captain Cee Bee und Cork All Star an der Spitze. Letztgenannter war nach seinen Leistungen in National Hunt-Flachrennen ein riesiger Hoffnungsträger für diese Saison, zeigte auch gute Formen, gewann zuletzt jedoch nicht.
Auch Rennen 2, die „Irish Independent Arkle Challenge Trophy Chase", ist eine Gruppe-I-Prüfung. Es geht über zwei Meilen, also die kurze Distanz für Jagdrennen.
Mit Moon Over Miami befindet sich ein Ex-Deutscher im Feld, der sehr von seiner Tagesform abhängig ist. Beim letzten Start wurde er angehalten, davor hat er mit viel Speed gewonnen. Er läuft immer abwechselnd gut und schlecht, wie es scheint. Favorit ist Noland, der noch nie verloren hat, jedoch bei seiner Generalprobe nicht gerade überzeugte und nur knapp gewann. Tidal Bay, Mahogany Blaze und der Ire Clopf erscheinen ebenfalls sehr stark.
Es folgt das Hauptrennen des Tages: das „Smurfit Kappa Champion Hurdle". Heißer Favorit ist hier der Ire Sizing Europe. Seine 16 Gegner gehören jedoch größtenteils ebenfalls in die Kategorie „stark". Wie der jedoch schwer zu reitende Harchibald (liegt er in Führung, stoppt er ab), Vorjahressieger Sublimity, Vorjahresfavorit Straw Bear, Osana, Katchit oder Afsoun. Und auch der Ex-Deutsche Catch me. Bei seiner Generalprobe gewann dieser, hat aus dem letzten Jahr noch etwas gut zu machen, denn damals stürzte er. Wie Kalderon, der als Außenseiter gilt, wird auch er nunmehr in Irland trainiert. Normalerweise scheint der Favorit jedoch nur sehr schwer zu bezwingen.
Rennen 4 ist dann ein kleineres Rennen, nämlich „nur" eine Gruppe-III-Prüfung über Jagdsprünge. Die Zahl der zu beachtenden Pferde ist, wie beim Cheltenham-Festival üblich, umfangreich. An Accordion werden große Chancen zugerechnet, wie auch Ofarel D'airy. Der alte Monkerhostin kann solch ein Rennen in Bestform immer gewinnen. Und bei Ollie Magern, dem Höchstgewicht im Feld, kommt es einzig und alleine auf die Tagesform an. Er braucht Lust und Laune.
Es folgt eine Cross Country Chase, also ein Jagdrennen über eine extrem weite Strecke (hier knapp 6200 Meter) und mit über 30 Sprüngen. Die Pferde sind größtenteils schon recht alt (wie der 14jährige Außenseiter Native Jack). Besonders von zwei Kandidaten darf man etwas erwarten. Heads Onthe Ground kennt die Bahn bestens. Zumindest in der Platzierung ist er immer zu erwarten. Als Favorit gilt jedoch der vergleichsweise junge Wonderkid. In ihm sehen einige Experten den kommenden Superstar der Szene.
Im folgenden Listenrennen für die Vierjährigen starten dann sage und schreibe 24 Pferde. Als Favorit gilt allgemein Ashkazar aus dem mächtigen Stall von David Pipe. Er war noch am vergangenen Samstag in Sandown überlegen erfolgreich. Und das ist es auch, was gegen ihn spricht. Die Zeit der Regeneration ist sehr kurz, dem Vierjährigen könnte am Ende dieses schweren Rennens die Kraft fehlen.
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