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Breeders' Cup: Galopprennen um 5 Millionen Dollar

Pferderennen RSS / Marco Hoffmann / 06 November 2009 / Kommentar schreiben

Start frei für den Höhepunkt der US-Galoppsaison

Zwei Rennen stehen alljährlich beim Breeders' Cup ganz besonders im Mittelpunkt: Der TURF (um 23.57 Uhr) und das noch prestigeträchtigere CLASSIC (um 00.45 Uhr), bei dem allein es um 5 Millionen Dollar geht. Und vielleicht gibt es ja sogar in beiden Rennen am Samstagabend in Santa Anita / Oak Tree europäische Siege. Beginn des US-Renntages ab 21.10 Uhr CET. ALLE RENNEN SIND IM BETFAIR LIVE VIDEO ZU SEHEN!!!

Der „Breeders' Cup Turf" ist eigentlich Jahr für Jahr eine Domäne für Pferde aus unseren Breiten. Weil US-Pferde den so genannten „Dirt"-Untergrund (auch „Sand" bzw. in Santa Anita nennt es sich „Pro Ride"), bevorzugen und Pferde aus Europa meist den Turf, also Gras. Im Vorjahr siegte der in England trainierte Conduit in diesem Rennen. Und es war immer klar, dass er den Titel verteidigen soll. Er wurde perfekt darauf vorbereitet und ist in sehr guter Form. Zuletzt war er Vierter im Prix de l'Arc de Triomphe und gewann ein Gruppe-I-Rennen in England. Zweiter Starter des Trainers ist Spanish Moon, ein etwas startschwieriges, aber gutes Pferd, das durchaus nach vorne laufen kann. Zuletzt gewann er in Frankreich. Stark ist aber auch die Engländerin Da Re Mi. Sie war nach einem schlechten Rennverlauf Fünfte im Arc, hatte zuvor eine „Wunderstute" besiegt, doch man disqualifizierte sie. Jedenfalls ist sie so gut wie nie. Red Rocks gewann dieses Rennen 2006. Er ist nicht mehr so gut, zeigte auch wenig, als er zwischenzeitlich in den USA trainiert wurde. Zurück in Europa lief es auch nicht besser. Als stärkstes US-Pferd gilt Precious Passion, ein frischer Gruppe-I-Start-Ziel-Sieger. Das sind die Siegkandidaten, ich meine aber, dass es ein Duell von Conduit mit Spanish Moon und Dar Re Mi geben wird.

Noch wertvoller ist der „Breeders' Cup Classic". Es geht immerhin um 5 Millionen Dollar.
Erwartet wird das Duell zweier Pferde. US-Lady Zenyatta gilt als Wunderstute. Sie ist bisher 13mal gelaufen und hat immer gewonnen. Besser geht es natürlich nicht. Rip Van Winkle kann aber für einen europäischen Volltreffer sorgen. Er gewann vier seiner acht Rennen. Und wenn er Zweiter war, dann unterlag er nur dem unbesiegt in die Zucht gewechselten besten Pferd der Welt Sea The Stars. Gegen ihn spricht der ihm unbekannte Untergrund Pro-Ride, sowie, dass die Distanz eigentlich eine Spur zu weit ist. Und die Startbox ist auch nicht ganz ideal. Dahinter sind vor allem folgende Pferde zu erwarten: der speedstarke Belmont-Stakes-Sieger Summer Bird, der zuletzt minimal hinter ihm eingekommene Florida-Derbysieger Quality Road, Regal Ransom und Seriensieger Girolamo von Godolphin, der starke Engländer Twice Over (gewann zuletzt die Champion Stakes in Newmarket) - und auch trotz zuletzt nicht ganz überzeugender Leistungen der mehrfache Gruppe-I-Sieger Einstein und Kentucky-Derbysieger Mine That Bird. - Im Normalfall können sie in das große Duell aber nicht eingreifen.

Der „Breeders' Cup Turf Sprint" ist der Sprint auf Gras. Ein schneller Engländer ist Strike The Deal, zuletzt Sieger in einem Gruppe-III-Rennen. Sonst laufen nur Amerikaner. Auch dabei ist Vorjahressieger Desert Code, dieses Mal nach Form nur Außenseiter. Als Favoriten gelten California Flag, Cannonball und Diamondrella.


Um 21.10 Uhr läuft der „Breeders' Cup Sprint", ein Sprint auf Pro Ride-Untergrund. Jung ist Zensational. Er war zuletzt bereits dreimal in Gruppe-I-Rennen erfolgreich und scheint ein richtig Guter zu sein, seinem Namen entsprechend. Gayego gewann dieses Jahr drei seiner vier Rennen. In Dubai war er früh im Jahr Zweiter in der wertvollen Godolphin Mile. Er läuft für Godolphin, aber ohne den Stalljockey. Interessanterweise sitzt Frankie Dettori also (wohl weil es Pferde aus der US-Dependance der Dubai-Scheichs sind) nicht auf dem Mitfavoriten, sondern auf der Engländerin Fleeting Spirit. Sie ist eine Spitzensprinterin, ohne Frage, lief auch schon beim Breeders' Cup und war im Vorjahr Vierte. Neuland ist für sie der Untergrund der Bahn. - Die „Jugend" gewinnt vermutlich.

Favorit im „Breeders' Cup Juvenile um 21.49 Uhr" der Zweijährigen ist der nach vier Starts unbezwungene Lookin At Lucky. Der Ire Aidan O'Brien ist doppelt vertreten. Sowohl Alfred Nobel als auch Beethoven sind bereits Gruppe-I-Sieger. Dem Jockey nach ist Erstgenannter die Nummer 1 des Stalles. Das Fragezeichen ist wie immer der Untergrund. - Ich rechne mit einem US-Sieg.

Im Vorjahr gewann die Französin Goldikova die „Breeders' Cup Mile um 22.28 Uhr" und soll den Titel verteidigen. Sie ist eine absolute Spitzenstute, vielleicht die beste in Europa. Beim Arc-Meeting wurde sie auf zu kurzer Distanz zwar überraschend bezwungen, die Favoritenrolle ist ihr aber dennoch nicht zu nehmen. Allerdings ist die Startbox ganz außen ein negativer Faktor. Delegator von Godolphin ist aber sicherlich gefährlich. Er ist der Zweite aus den englischen Guineas und Sieger der berühmten Celebration Mile in Sandown, wo er schon vor Zacinto blieb, zweifelsohne ein talentiertes Pferd. Früh im Jahr galt Gladiatorius nach einem überlegenen Erfolg in Dubai als das beste Pferd der Welt. In Europa enttäuschte er von seinem letzten Start abgesehen, ist hier die zweite Wahl von Godolphin, vom Jockey her. Der stärkste Amerikaner ist wohl Cowboy Cal, der seine Generalprobe erfolgreich bestritt. Es müsste aber einen europäischen Sieg geben. Vermutlich von Goldikova.

Vor den beiden ganz großen Rennen steht noch die "Breeders' Cup Dirt Mile um 23.12 Uhr" auf dem Programm. Ungewöhnlich, dass ein Europäer in diesem Rennen der Favorit ist. Halt wegen des Untergrunds. Mastercraftsman, trainiert vom erwähnten Aidan O'Brien, hat auf diesem aber geprobt, in seiner Heimat Irland, und überzeugend gewonnen. Er ist auch so einer der besten europäischen Meiler, ohne Zweifel. Midshipman läuft für Godolphin. Im Vorjahr gewann er ein Zweijährigenrennen beim Breeders' Cup, für einen anderen Besitzer. Bis September hat er pausiert und dann ein kleines Rennen gewonnen. Zweiter Starter für die Dubai-Scheichs ist der einst extrem teure Pyro. - Ich rechne aber eher mit Mastercraftsman.

Viel Glück beim Wetten, Euer Marco

Tags: Galopprennen Galopp Wetten Pferdewetten Sportwetten Breeders Cup

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