Sports
Drei Grupperennen in Newbury und das schottische Grand National in Ayr
19 April 2008 | |
Gleich drei Grupperennen, bekanntlich so etwas wie die Champions League des Galopprennsports, werden am Samstag auf der Rennbahn von Newbury gelaufen. Es beginnt mit den „Dubai Tennis Championships Stakes" über 2400 Meter. 15 Pferde treten in der Gruppe-III-Prüfung an, darunter der deutsch gezogene Tempelstern. Er kann jedoch trotz zweier Siege in 2007 kaum mehr als Außenseiter sein. Das beste Pferd ist zweifellos der bereits neun Jahre alte Sergeant Cecil. Seit Jahren gehört er zu den besten Extremstehern in England, also zu den Pferden, die auf den extrem weiten Distanzen antreten. Allerdings hat er letzte Saison nur einmal gewonnen und seit August pausiert. Abwarten, ob er schon fit genug ist. Außerdem scheint die Distanz doch recht kurz für ihn zu sein. Die Wett-Alternativen dürften Regime, Tranquil Tiger und Royal And Regal sein, die noch jung sind und bereits viel Potenzial gezeigt haben. Für die Überraschung in Frage kommt die irische Stute Gower Song, die im Winter in Dubai bemerkenswert starke Leistungen zeigte, auch einmal vor dem deutschen Star Quijano einkam. Start ist um 15.15 Uhr.
In den „Dubai Duty Free Stakes" eine knappe Stunde später sieht man 13 Pferdedamen am Start, die für klassische Aufgabe proben. Also für Rennen wie die 1000 Guineas, die jede Stute nur einmal im Leben bestreiten kann, nämlich dreijährig. Unbesiegt sind Michita, Savannah Poppy und Muthabara. Letztgenannte gilt als große Nummer bei Trainer John Dunlop und ist auch die offizielle Favoritin. Die höchste Marke, also die Einschätzung anhand der bisher gezeigten Leistungen, hat jedoch Nahoodh. In derartigen Rennen mit wenig gelaufenen Pferden kann es aber immer eine Überraschung geben.
In den anschließenden „Bathwick Tyres Greenham Stakes" treten acht dreijährige Sprinter an. Wenn nicht alles täuscht, haben Confront und Sir Gerry die besten Chancen. Sie haben letztes Jahr starke Vorstellungen abgeliefert. Doch auch hier gilt wie im Rennen zuvor: in Rennen mit wenig gelaufenen, jungen Pferden, denen alle große Hoffnungen gelten, kann es immer eine Überraschung geben.
Auf der Bahn in Ayr wird am Samstag um 16.40 Uhr das schottische Grand National gelaufen. Grand National, das kennt man aus Aintree, wo die englische Variante ausgetragen wird: viele Pferde (diesmal 24) über zahlreiche Sprünge (über 30 in diesem Fall) und eine extrem weite Distanz (mehr als 6500 Meter). Es sind berühmt-berüchtigte Rennen, denn es gibt immer viele Stürze. Und vor allem: die Favoriten gewinnen sehr selten. In Ayr stehen Miko de Beauchene, Halcon Genelardais und Old Benny in dieser Rolle. Denn allesamt liefen sie in Cheltenham stark. Jedoch in Rennen, die mit dem heutigen nicht zu vergleichen sind. Als Alternativen empfehlen wir den Schimmel Wild Cane Ridge, Opera Mundi, Leading Man, Kilbeggan Blade und die Stute Royal Rosa. Die Pferdedame würde sicherlich für eine lohnende Quote sorgen. Die weite Strecke ist zumindest ideal für sie.
Es gibt noch weitere Grupperennen an diesem Nachmittag in Ayr. Im 2.Rennen um 15.30 Uhr dürfte Noland unschlagbar sein. Anschließend steht das schottische Champion Hurdle an. Takeroc, Pearl King und der diese Saison so oft überraschende Lough Derg sind zu favorisieren.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
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