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Der besondere Renntag in Sandown - mit deutscher Beteiligung

25 April 2008 | About Marco Hoffmann |

Eine ganz spezielle Veranstaltung steht am Samstag auf der Rennbahn von Sandown Park auf dem Programm. Es treffen nämlich die besten Hindernisjockeys (u.a. Ruby Walsh, Timmy Murphy, nicht jedoch Anthony McCoy) auf die besten Flachjockeys, mit Lanfranco Dettori, Jamie Spencer und Kerrin McEvoy an der Spitze. Die Erinnerung mag trügen, aber in den vergangenen Jahren lagen die Vorteile oftmals bei den Hindernisjockeys. Und es wird nicht nur gegeneinander geritten, sondern es gibt auch Gruppeprüfungen sowohl auf der Flachen als auch über Sprünge.

Der Renntag beginnt um 14.05 Uhr. Das erste Grupperennen wird um 15.40 Uhr über Jagdsprünge gelaufen. Die „Celebration Chase" der Gruppe II sieht elf Kandidaten am Start. Unter anderem auch den in Deutschland von Christian Freiherr von der Recke, dem deutschen Championtrainer, vorbereiteten Fiepes Shuffle. Dieser ist eines der besten deutschen Hindernispferde. Hätte er nicht gesundheitliche Probleme, wäre er vielleicht ein absoluter Star. Sein letztes Rennen gewann er in Mannheim Start-Ziel mit unbeschreiblicher Überlegenheit. Nun ist es um Klassen schwerer, doch auch England-Erfahrung ist vorhanden. Im Februar 2006 schien er (passenderweise in Sandown) ein Hürdenrennen der Listenklasse so überraschend wie überlegen gewinnen zu können. Doch er stolperte an der letzten Hürde und der Jockey fiel vom Pferd. Das war fast schon tragisch zu nennen. Vielleicht folgt nun eine verspätete Wiedergutmachung. Allerdings sind vor allem Monet's Garden, Howle Hill und Mahogany Blaze schon sehr, sehr stark

40 Minuten später starten wiederum Jagdrennpferde über eine weitere Strecke als die zuvor geforderten zwei Meilen. Monkerhostin, Ungaro und Hoo La Baloo könnten in der „Gold Cup Handicap Chase" der Gruppe III am stärksten sein. Doch wenn 19 Pferde laufen, kann immer etwas passieren. Von einem deutschen Deckhengst stammt übrigens der Außenseiter My Immortal. Vielleicht gelingt ihm ja eine Überraschung.

Nun folgen die Flachrennen. Im Meilen-Rennen der Gruppe II um 16.55 Uhr treten acht Pferde an. Allgemein gilt Major Cadeux nach einem zweiten Platz beim ersten Saisonstart als Favorit. Natürlich ist dieser bei einer weiteren Leistungssteigerung durch gewonnene Kondition möglich. Es ist jedoch Fakt, dass Medicine Path dieses Jahr bereits zweimal gewinnen konnte. Die höchste offizielle Einschätzung hat Rob Roy. Er konnte 2007 jedoch nur ein einziges Rennen bestreiten, im Juli in den USA. Danach war er verletzt. Möglich, dass er den Start nach der langen Pause noch benötigt.

Anschließend proben neun Dreijährige in einem Gruppe-III-Rennen für das Derby. Unbesiegt ist Top Lock, als Favoriten gelten allgemein jedoch Centennial, der im vergangenen Herbst Zweiter in einem wichtigen Zweijährigenrennen in Frankreich war, und Feared In Flight, der letztes Jahr Platz 3 in einem Gruppe-I-Rennen belegte.

Viel Glück beim Wetten, Euer Marco

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