Sports
Das Wochenende der Vorbereitungsrennen
9 Mai 2008 | |
Nur noch vier Wochen bis zum Epsom Derby. Das wichtigste Galopprennen für Dreijährige wirft also seinen großen Schatten voraus. Nach und nach stehen in diesen Tagen so genannte Trials an, also Vorbereitungs- und Qualifikationsrennen. Am Samstag ist Lingfield an der Reihe.
In den „Derby Trial Stakes" um 16.10 Uhr treten dieses Jahr nur sechs Pferde an. Unter anderem sind - man möchte sagen natürlich - die mächtigsten Galopprennställe der Welt dabei. Campanologist gehört Godolphin, also dem Rennsportunternehmen der Scheichs aus Dubai. Er gewann dieses Jahr bereits zwei Rennen, wobei er zuletzt einen Geheimfavoriten auf den Derbysieg bezwang, der anschließend erfolgreich war und den Sieg somit ohne Zweifel aufwertete. Starjockey Lanfranco Dettori reitet. Für das Coolmore-Imperium der Familie Tabor tritt Alessandro Volta an. Er wird wie fast alle Pferde des Unternehmens von Aidan O'Brien in Irland trainiert und war beim Jahresdebüt Vierter. Gewonnen hat er aber auch bereits, im letzten Jahr als Zweijähriger. Ob er einer der besten Vertreter seines Jahrgangs in diesem Stall ist, ist schwer zu bestimmen. Zumindest dürfte er heute die Nummer 1 sein. Zweite Waffe des Quartiers und eventuell Pacemaker ist King Of Rome. Das sieht man an den Jockeys, die im Sattel sitzen. Stalljockey Johnny Murtagh hatte die Wahl, sich für ein Pferd zu entscheiden. Viel mehr imponiert als die beiden Iren hat zuletzt jedoch Curtain Call. Er wird für das Derby hoch gehandelt.
Im zweiten Grupperennen des Nachmittags, den „Chartwell Fillies' Stakes" sind Stuten am Start. Auch wenn es nicht explizit so genannt wird, kann das Rennen als Vorprüfung für größere Rennen gelten. Vielleicht gibt es, wie bereits in den Klassikern am vergangenen Wochenende, einen ausländischen Sieg. Mit Sabana Perdida reist extra eine Stute aus Frankreich an und sollte beste Siegchancen besitzen. Zumindest von den älteren Stuten dürfte sie die Nummer 1 sein, wenn man ihre bisherigen Leistungen betrachtet. Doch wie gut ist der Nachwuchs, also die jungen Pferdedamen? Sie tragen allesamt einige Kilo weniger Gewicht als die alten Stuten. Das ist ein Vorteil und wirkt sich vor allem aus, wenn eine dreijährige Stute sehr viel Talent besitzt. Nach ihrem letzten Sieg zu urteilen, könnte das auf Verba zutreffen. Auch sie ist eine Französin.
Am Sonntag gibt es auch in Irland und dort in Leopardstown Vorprüfungen. Für das Irish Derby proben um 16.55 Uhr in den „Derrinstown Stud Derby Trial Stakes" sechs Hengste. Drei bietet - natürlich - der erwähnte Startrainer Aidan O'Brien auf, der das Rennen in den letzten neun Jahren fünfmal gewinnen konnte. Schwer zu sagen, wer die Nummer 1 ist. Vielleicht Hebridean, denn er hat im Gegensatz zu Hindu Kush und Washington Irving bereits einmal gewonnen. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass Mioqen und vor allem der noch unbesiegte Casual Conquest stärker sind.
Für den ersten irischen Stuten-Klassiker, die 1000 Guineas, proben eine halbe Stunde später neun junge Pferdedamen. Auch hier ist es schwer eine Favoritin zu benennen. Die unbesiegte Katiyra ist aber allemal stark zu beachten. Was sicherlich aber auch für Toirneach und Carribean Sunset gilt.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
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