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500.000 Pfund in den Coral Eclipse Stakes
4 Juli 2008 | |
Um eine halbe Million Pfund geht es am Samstag in den „Coral Eclipse Stakes" in Sandown. Neun Pferde treten um 16.20 Uhr deutscher Zeit in diesem Gruppe-I-Rennen an. Und einen klaren Favoriten gibt es nicht.
Derzeit von einem großen Sieg zum nächsten eilt der irische Startrainer Aidan O'Brien. Und somit ist Mount Nelson fraglos Pflicht bei jeder Wette. Gewonnen hat er dieses Jahr aber noch nicht. Zwei Pferde bieten die Dubai-Scheichs mit ihrem Trainer Saeed bin Suroor auf. Stalljockey Frankie Dettori hat sich für Campanologist und gegen Literato entschieden. Und somit für ein jüngeres Pferd, das gegenüber dem Älteren auch von der aktuellen Form her zu bevorzugen ist. Denn Literato, letztes Jahr in Frankreich ein absolutes Spitzenpferd, hat seit seinem Besitzwechsel im Grunde nur noch enttäuscht. Dagegen ist Campanologist frischer Sieger. Ebenfalls zwei Pferde bietet die englische Trainerlegende Henry Cecil auf. Multidimensional und Phoenix Tower rücken für ihn in die Startmaschine ein und sollen eine schon viel zu lange währende Serie beenden. Denn seit 30 Jahren konnte Cecil die Eclipse Stakes schon nicht mehr gewinnen. Er war zwar unzählige Male platziert, doch zu einem Volltreffer in einem Rennen, das er vor Beginn der 30 Jahre mit drei Siegen fast beherrscht hat, wollte es nicht reichen. In Form sind die beiden Hoffnungsträger. Zwingend auf Sieg wetten muss man sie aber nicht. Mit Sir Michael Stoute ist ein weiterer Trainer doppelt vertreten. Der konstant platzierte Maraahel und auch Rob Roy, der ein starkes Comeback nach langer Pause gab, beim folgenden Start aber schwächer lief, sind Pferde, die gut genug für einen vorderen Platz sind. Vielleicht kann Pipedreamer alle schlagen. Seine aktuelle Form weiß jedenfalls zu überzeigen. Für Trainer John Gosden wäre es der erste Sieg in den Coral Eclipse Stakes. Kaum Chancen sind einzig Stotsfold zuzuschreiben.
Bereits das erste Rennen der Veranstaltung um 15.10 Uhr ist ein Grupperennen. Die „Champagne Lanson Sprint Stakes" der Gruppe III führen über 1100 Meter. Auch hier gibt es keinen klaren Favoriten unter den 12 Teilnehmern, doch Hoh Mike und Wi Dud sind fraglos gut genug für eine vordere Platzierung. Sie treffen es auch einfacher an als so manches Mal zuvor.
Erwähnenswert sind in Sandown noch zwei Listenrennen. In den „AGFA Healthcare Stakes" für Stuten direkt im Anschluss an das Hauptereignis sieht es sehr nach einem Sieg von Visit aus. In den folgenden „Vat Service Stakes" läuft mit Eastern Anthem ein Pferd der Scheichs, dessen Mutter aus Deutschland stammt. Das Saisondebüt war mit Platz 2 versprechend, aber Finalmente, Balkan Knight und Distinction erscheinen aktuell stärker.
Ein Grupperennen, und zwar für Stuten, gibt es am Samstag auch in Haydock. Um 16 Uhr werden die „Lancashire Oaks" gelaufen. Anna Pavlova und die dieses Jahr unbesiegte Scheich-Stute Folk Opera gelten als Favoritinnen. Nicht unterschätzt werden darf aber die tolle Turbo Linn. Letztes Jahr sorgte sie mit acht Siegen in Folge für Schlagzeilen, weil sie eigentlich ein Hindernispferd ist. Ihre letzten drei Rennen konnte sie nicht gewinnen, lief aber zumindest beim Saisondebüt mit Platz 2 gut. Und bei Royal Ascot, wo sie anschließend Siebte war, ist es grundsätzlich schwer. Heute ist wieder mehr möglich.
Viel Glück beim Wetten, Euer Marco
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