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Tour de France: Armstrong kann auf der 4.Etappe ins Gelbe Trikot fahren

Noch mehr Sport RSS / Bodo Braunmühl / 07 Juli 2009 / Kommentar schreiben

Vierte Etappe der Tour de France. Heute steht das Mannschaftsrennen auf dem Programm, Zielpunkt ist Montpellier. Erstmals seit 2005 wurde ein solches Team-Rennen gegen die Uhr wieder eingeführt - ganz nach dem Geschmack des Zeitfahrers Lance Armstrong. Das favorisierte Astana-Team um Contador und Armstrong startet um 16.43 Uhr als letzte Equipe. Den Beginn macht um 14.30 Uhr das Team von Caisse d'Espargne.

Der 38km-Kurs ist schwierig zu fahren und technisch anspruchsvoll, inklusive einiger steilen Strecken, wo es ziemlich rauf und runter geht. Erst auf den relativ flachen letzten 12 Kilometern haben die stärkeren Teams die Möglichkeit in einen hohen Gang zu schalten, deswegen werden die Zeitunterschiede auch relativ gering ausfallen. Mit seinem Vorsprung von 33 Sekunden in der Gesamtwertung (40 Sekunden auf Armstrong) kann man bei Quoten um 1.9 mit guten Chancen darauf wetten, dass Fabian Cancellara zumindest einen weiteren Tag im Gelben Trikot bleibt.

Der Wind wird weiter ein Thema bleiben, solange die Tour so nahe an der Küste verläuft. Schon gestern war der Wind ein wichtiger Faktor, als sich das Peleton in zwei Hälften teilte und sich dabei eine Kluft von 41 Sekunden auftat. Weil Lance Armstrong auf der richtigen Seite des Peletons fuhr - anders als einige seiner Konkurrenten - konnte er seinen Teamkollegen Alberto Contador überholen und sich so in der Gesamtwertung bereits auf den dritten Platz vorschieben. Auch verbal brachte sich der Amerikaner danach in Position: "Wer sagt, dass es nur einen Team-Leader geben kann? Ich habe die Tour de France sieben Mal gewonnen - man muss mit mir rechnen."

Sein dritter Platz in der Gesamtwertung hat zur Folge, dass Armstrong schon heute ins Gelbe Trikot fahren würde, wenn es dem favorisierten Astana-Team (Quote 1.8 auf den Tagessieg) gelingen sollte, die 40 Sekunden Rückstand auf Fabian Cancellaras Saxo Bank-Team (9.4) aufzuholen. Gleichzeitig müssen natürlich auch das Team Columbia (Quote 7.6) und das nicht zu unterschätzende Team Garmin (Quote 4.7) auf Abstand gehalten werden.

Das Team Columbia, das Siegerteam des Giro d'Italia, fährt sehr diszipliniert und mannschaftlich extrem geschlossen. Nicht vergessen sollte man aber die großen Anstrengungen des Teams bei den letzten Etappen, als sie ihren Sprint-Star Mark Cavendish erfolgreich in Siegerposition gebracht haben. Dieser Energieverlust könnte gegen Columbia sprechen. Garmin hat sich sehr auf das heutige Mannschaftsrennen fokussiert und hat stark an den besten Formationen und Wechselmanövern in den letzten Wochen gearbeitet.

Wett-Empfehlung: Astana hat einige herrausragende Zeitfahrer in seinen Reihen. Trotzdem ist nicht klar, ob Astana heute eine solche mannschaftliche Geschlossenheit wie Garmin oder Columbia an den Tag legen kann. Bei Kursen um 1.8 rechtfertigt dies in meinen Augen eine (kleine) Lay-Wette gegen Astana.

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