Dubai Desert Classic
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/ Timm Goeller / 27 Januar 2009 / Kommentar schreiben
Der Gulf Swing der European Tour wird in der Woche vom 29. Januar bis zum 1. Februar vorerst durch die 20. Ausgabe der Dubai Desert Classic und dem damit ältesten Turnier der Orient-Serie beendet.
Das Turnier gilt als eines der Aushängeschilder der European Tour und lockt Jahr für Jahr wieder die Topstars an, die teilweise sogar aus den USA kommen. So hat Superstar Tiger Woods auch schon das ein oder andere Mal hier teilgenommen - natürlich gegen ein immens hohes Antrittsgeld - und wird in diesem Jahr als Titelverteidiger leider nicht am Start sein.
Das Turnier wird auf dem 7.301 Yards langen Majlis course des Emirates Golf Club ausgetragen, der den Plätzen in Abu Dhabi und Doha aus den vergangenen beiden Wochen sehr ähnelt.
Anhand der Ergebnisse der letzten beiden Wochen lässt sich schon einigermaßen ablesen, wer auch in Dubai vorne mit dabei sein wird.
Der Champion aus Abu Dhabi, Paul Casey, ist ebenso im Teilnehmerfeld zu finden wie der Dauerbrenner der letzten Wochen, Alvaro Quiros, der letzte Woche beim bestbesetzten Tour der European Tour in Qatar mit sensationeller Leistung gewinnen konnte.
Gespielt wird in dieser Woche um ein Gesamtpreisgeld von knappen 2 Millionen Euro, wovon der Gewinner über 320.000 bekommt.
Als Topfavorit geht der Schwede Henrik Stenson ins Rennen. Stenson, dessen Lieblingsturniere zweifelsfrei die des Gulf Swing sind, konnte seine schwache Leistung aus Abu Dhabi, wo er den Cut verpasste, stark steigern und sich in Qatar auf einen geteilten zweiten Platz nach vorne kämpfen.
In zehn der letzten elf Turniere des Gulf Swing landete Stenson unter den Top10 und ich habe nach der Performance der letzten Woche keinen Zweifel daran, dass er dies auch in Dubai wieder schaffen wird.
Er konnte die Dubai Desert Classic sogar bereits einmal gewinnen. 2007 setzte er sich mit einem Schlag vor Els und zwei Schlägen vor Woods durch.
Nach mittlerweile vier gespielten Turnieren liegt Stenson im Race to Dubai auf Rang sechs mit fast 340.000 Euro, die er bereits verdiente.
Die Quote auf Sieg liegt derzeit bei 9,2 bei Betfair, was zwar nicht unbedingt hoch ist, jedoch ungefähr meinen Erwartungen entspricht. Er geht hier für mich als klarer Topfavorit ins Rennen und es würde mich wundern, wenn er nicht um den Sieg mitspielt. Deshalb finde ich ebenfalls die Quote 2,96 interessant dafür, dass er eine Top5 Platzierung erreicht oder auch die 1,88 für eine Top10 Platzierung.
Ein Tipp rentiert sich auf jeden Fall auch auf Ernie Els. Er ist wohl einer der stärksten Spieler im Feld, auch wenn man das anhand seiner letzten Ergebnisse nicht gerade sagen kann.
Dennoch: seine Bilanz in Dubai ist beeindruckend. Insgesamt teete er elfmal bei der Desert Classic auf, holte davon drei Titel, acht Top3 Platzierungen und sein schlechtestes Ergebnis jemals war ein achter Rang! Diese Zahlen sprechen eigentlich schon für sich. Es kommt noch dazu, dass er jüngst gut in die PGA Tour Saison startete mit einem sechsten Platz beim Seasonopener auf Hawaii.
Nach eigener Aussage fühlt sich Els sehr wohl in Dubai, freut sich immer wieder, hierher zu kommen und fühlt sich mit der Stadt verbunden. Es gibt sogar einen Ernie Els Golfplatz in der Dubai Sport City.
Auch wenn die Ergebnisse in Abu Dhabi und Qatar nicht so beeindruckend waren, ich gehe davon aus, dass Ernie hier weitaus besser spielen wird und eine weitere Top10 Platzierung absolut im Bereich des Möglichen ist. Die Quote hierfür beträgt derzeit 2,12, was nach meiner Einschätzung durchaus spielbar ist im Gegenteil zur Siegquote von 11, die ich nicht anfassen würde, da er sich immer noch nicht ganz auf Augenhöhe befindet momentan.
Selbstverständlich muss man auch wieder einmal den Spanier Sergio Garcia zum Favoritenkreis zählen. Über ihn kann man in jeder Woche das gleiche sagen, denn was er derzeit in die Hand nimmt, gelingt ihm. Er führt den Race to Dubai nach wie vor an - mittlerweile mit 700.000 Euro Preisgeld - und schafft eine Top10 Platzierung nach der anderen. Trotz dass er in den letzten Turnieren Startschwierigkeiten hatte, konnte er sich durch zwei gute Wochenenden immer noch nach vorne kämpfen.
Die Tatsache, dass er seit November kein Turnier mehr gewonnen hat, lässt die Quoten wieder etwas steigen. So bekommt man derzeit eine 11 auf Turniersieg, 3,2 auf eine Top5 Platzierung und eine 1,86er Quote darauf, dass Garcia unter den Top10 landet.
Für mich gehört Garcia zu einem der besten Spieler der Welt. Gerade momentan, in der Abwesenheit des Tigers, wüsste ich neben Kim oder Villegas niemanden, der annähernd an Garcia's Leistungen herankommt. Mit ihm ist immer und zu jeder zu rechnen, so auch in dieser Woche in Dubai.
Näher einzugehen lohnt es sich auch auf den Sieger der letzten Woche, Alvaro Quiros.
Der junge Spanier landete in Qatar einen sensationellen Sieg mit drei Schlägen Vorsprung vor Stenson und Oosthuizen. Er sicherte sich damit 314.000 Euro und schaffte den Sprung auf den vierten Platz im Race to Dubai nach drei gespielten Turnieren. Eher unscheinbar, aber nicht weniger schlecht waren die Ergebnisse der beiden ersten Turniere dieser Saison, in der ein einen zehnten und einen 26. Platz einfuhr. Nur zwei Wochen vor der Saisoneröffnung im November konnte er einen weiteren Sieg holen beim Portugal Masters. Somit gewann er zwei seiner letzten sechs Turnierstarts, wurde einmal Zehnter und einmal 13.
Trotz der guten Ergebnisse liegt die Quote auf Quiros derzeit bei 44 im Outrightmarkt. Für mich eine super schöne Quote, die sich sehr gut zum Traden eignet, da ich davon ausgehe, dass er wieder gut starten wird und sein Spiel in Qatar sehr sicher und solide ausgesehen hat. Auch schön zu spielen ist die Top10-Wette auf Quiros, für die man bei Betfair derzeit eine Quote von 4,7 bekommt.
Weiterhin zu erwähnen ist der Südafrikaner Louis Oosthuizen, der mir in den vergangenen Wochen ebenfalls sehr gefällt. In Abu Dhabi teilte er sich nach fantastischer Finalrunde Rang zwei mit Martin Kaymer, in Qatar wurde er ebenfalls Zweiter zusammen mit Henrik Stenson. Bei der Joburg Open Mitte Januar erzielte er weiterhin einen zehnten Platz. Oosthuizen für mich derzeit ganz stark in Form und fast fehlerlos. Hätte er in der Finalrunde in Qatar nicht die schwächste Runde der vergangenen Wochen gespielt (eine 71), wäre durchaus ein Sieg greifbar gewesen. Ich gehe davon aus, dass er auch diese Woche wieder angreifen wird. Es spricht einiges für ihn, sein Spiel ist sehr konstant und er macht kaum Bogeys. Wenn die Putts fallen, kann er richtig tiefe Runden schießen und ich halte eine weitere Top10-Platzierung für sehr wahrscheinlich. Quote 4,5 hierfür ist für mich sehr lukrativ, wenn man beachtet, was er in den letzten Wochen vollbracht hat.
Noch ein par Worte zu Martin Kaymer:
Nach dem sehr guten zweiten Platz und der fast erfolgreichen Titelverteidigung in Abu Dhabi konnte er die Erwartungen in Qatar leider nicht ganz erfüllen und wurde nur geteilter 31.
Ich sehe ihn in Dubai trotzdem weit vorne. Zum einen gehört er als 19. der Weltrangliste mittlerweile zu den absoluten Topstars, zum anderen wurde er bei genau diesem Turnier im letzten Jahr Zweiter hinter Tiger Woods. Und das, obwohl er auch im letzten Jahr in der Vorwoche in Qatar patzte und sogar am Cut scheiterte. Die Vorzeichen stehen also gut und ich halte es für wahrscheinlich, dass er wie im letzten Jahr in Dubai gut spielt. Der Platz liegt ihm, vor allem die Par5 Löcher. Ergebnisse des Gulfswings von letztem Jahr: 1., MC, 2. und dieses Jahr bisher 2., 31. und was kommt jetzt?
Hoffen wir für das deutsche Wunderkind, dass abermals eine Top10 Platzierung herausspringt und er sich im Race to Dubai unter die Top10 spielen kann.
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